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Datum Ereignis Eintrag

1125

In einem Diplom Kaiser Heinrich V. wird Anselm II. von Molsberg (Sohn Guntrams von Molsberg) als Lehensherr und das Kloster St. Maximin (Trier) als Eigentümer von Prichena und Selters bestätigt. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

;


Niederselters

;


;


Abtei St. Maximin, Trier

;


Herrschaft Molsberg

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

Heinrich V. (römischer Kaiser 1111–1125)

;


Anselm II. von Molsberg

;


Geschichte

;


Lehenswesen

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.2 ältere Geschichte - 0772-1368 (Molsberger Zeit)

;

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Unser Heimatbuch, Müller (1967), S. 014; Heimatbuch von Niederbrechen (1925), S. 005; Limburger Neue Presse, 1963 (genaues Datum unbekannt): Vor 600 Jahren erhielt Niederbrechen im Goldenen Grund Stadtrechte.

;


06.05.1140

Papst Innozenz II. bestätigt in einer Bulle die Rechte, Besitzungen und Freiheiten der Trierer Abtei St. Maximin; erwähnt werden darin 47 Dörfer/Höfe (davon 2 Wüstungen) im Erzbistum Trier mit ihren Kirchen; darin aufgeführt ist auch "Brichena mit seinen Zugehörungen". >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

;


Niederselters

;


;


Abtei St. Maximin, Trier

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

Innozenz II. (Papst 1130–1143)

;


Geschichte

;


Lehenswesen

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.2 ältere Geschichte - 0772-1368 (Molsberger Zeit)

;

;

Unser Heimatbuch, Müller (1967), S. 014

;

> ausführlichere Ereignisbeschreibung

In einer Urkunde von Papst Innozenz II. aus dem Jahr 1140 bestätigt er der Abtei St. Maximin Rechte und Besitztümer, darunter Niederbrechen mit seinen Zugehörungen (Brichena cum pertinentiis suis) in einer Liste der "Dörfer/Höfe mit Kirchen" (villas cum aecclesiis). Die Urkunde ist vielfach in der Literatur besprochen, aber die darin enthaltene Ersterwähnung einer Kirche in Niederbrechen wurde m. W. bisher übersehen. Ein Digitalisat der Urkunde ist im Marburger Urkundenrepositorium online zugänglich:

urkundenrepositorium.uni-marburg.de/entities/urkunde/dd3c47f9-eb74-42cc-b387-f3190b745ca4

 

Nachfolgend der entsprechende Abschnitt mit einer Übersetzung:

"6. Mai 1140 Papst Innozenz II nimmt auf die Bitte des Abts Siger von St Maximin bei Trier gleich seinen Vorgängern dessen Abtei in seinen Schutz und bestätigt deren Immunität und Besitzungen Als letztere werden genannt: "Im Erzbistum Trier die Dörfer/Höfe

mit Kirchen Besch, Kreuzweiler, Drudilinga, Bürmeringen, Mamer, Dalheim, Frisingen Taben, Bergen (bei Kirn) mit seinem Zubehör, (Ober)emmel, Lausdorn (bei Clerf), Wasserbillig, Mertert mit seinem Zubehör, Olingen, Schüttringen, Mutfort,, Mersch, Lintgen

mit seinen Zugehörungen, Everlingen, Feulen, Hamm (Konz) mit seinem Zubehör; im Bitgau: Rittersdorf, Baustert, Bettingen (Frenkingen), Ebeno, Messerich, (Ober-/Nieder)stedem, Eßlingen, Sinspelt, Meisburg. Kenn, Issel, Longuich, Fell mit seinem Zubehör,

Riol, Lörsch, Pölich, Detzem mit seinem Zubehör, Mertesdorf, Bombogen mit seinen Zugehörungen, Büdlich, Löf, Rübenach, Gondershausen mit seinem Zubehör, (Nieder)brechen mit seinen Zugehörungen. Die Kirche von Thalfang, die Kirche von Remich, ..."

 

Die "Zugehörungen" von (Nieder)brechen waren wohl die Maximiner Güter in Niederselters und Laubuseschbach (mit Blessenbach und Hörderhof), später Molsberg bzw. ab dem 14. Jh. Kurtrier. Das Patrozinium der Niederbrechener Kirche deutet auf eine Gründung als Maximiner Eigenkirche hin, was die umfangreiche Grundherrschaft rechtfertigt - Filialkirchen gab es keine. Niederselters war kirchlich schon der alten Petruskirche Eisenbach zugeordnet (die dem Lubentiusstift Dietkirchen unterstand) und für Blessenbach (mit späterer Filiale Laubuseschbach) ist eine Gründung als Molsberger Eigenkirche wahrscheinlich.

 

[Diese Angaben sind freundlicherweise am 25.07.2024 von Bernold Feuerstein zur Verfügung gestellt worden]


1349

Erwähnung des Feldes nach Niederbrechen als Feld "uf edechenstein", des Feldes nach Neesbach als "Scheide" sowie des Feldes bei den "langen Strichen" nach Niederselters zu in der Werschauer Gemarkung. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Werschau

;


Niederbrechen

;


Niederselters

;


Neesbach

;


uf edechenstein (auch Edchinsteyn, Edeschenstein) (W)

;


Scheide (W)

;


langen Strichen (W)

;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Flurnamen

;


Gemarkung

;


;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

20.2 Sonstiges - Straßen- und Gemarkungsnamen

;

;

Aus der Geschichte von Werschau, Gensicke (1985), S. 30; Unser Heimatbuch, Müller (1967), S. 085

;


1353

Giso II. von Molsberg muss die Hälfte seines Besitzes in Niederbrechen und Selters dem Trierer Erzbischof und Kurfürsten Balduin von Luxemburg als Pfand überlassen. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

;


Niederselters

;


;


Kurfürstentum Trier

;


Herrschaft Molsberg

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

Balduin von Luxemburg (Erzbischof und Kurfürst von Trier, 1307 bis 1354)

;


Giso II. von Molsberg

;


Geschichte

;


Pfandobjekt

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.2 ältere Geschichte - 0772-1368 (Molsberger Zeit)

;

;

Unser Heimatbuch, Müller (1967), S. 015; Aus der Geschichte von Werschau, Gensicke (1985), S. 04; Nassauer Bote, 15.01.1963: Am 15. Januar 1363. Im Goldnen Grund eine Stadt geboren. Kaiser Karl IV. verlieh Cuno von Falkenstein Urkunde und alle Rechte. (Von Rektor i. R. Karl Müller).

;


19.07.1365

Giso II. von Molsberg und sein Sohn Georg von Molsberg verkaufen die Herrschaft Molsberg mit Niederbrechen und Niederselters für 2.660 Gulden an den Trierer Erzbischof und Kurfürst Kuno II. von Falkenstein. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

;


Niederselters

;


;


Kurfürstentum Trier

;


Herrschaft Molsberg

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

Kuno II. von Falkenstein (Erzbischof und Kurfürst von Trier, 1362 bis 1388)

;


Giso II. von Molsberg

;


Georg von Molsberg

;


Geschichte

;


Landeshoheit

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.2 ältere Geschichte - 0772-1368 (Molsberger Zeit)

;

Kuno II. von Falkenstein

;

Heimatbuch von Niederbrechen (1925), S. 005; Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 060; Aus der Geschichte von Werschau, Gensicke (1985), S. 04; Mittelalterliche Städte und Zehntwesen im Goldenen Grund, Müller (1971)

;


12.05.1368

Der Trierer Erzbischof und Kurfürst Kuno II. von Falkenstein erwirbt für 300 Gulden auch den noch vorbehaltenen Anteil an Niederbrechen und Niederselters von Georg von Molsberg. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

;


Niederselters

;


;


Kurfürstentum Trier

;


Herrschaft Molsberg

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

Kuno II. von Falkenstein (Erzbischof und Kurfürst von Trier, 1362 bis 1388)

;


Georg von Molsberg

;


Geschichte

;


Landeshoheit

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.2 ältere Geschichte - 0772-1368 (Molsberger Zeit)

;

Kuno II. von Falkenstein

;

Heimatbuch von Niederbrechen (1925), S. 006; Aus der Geschichte von Werschau, Gensicke (1985), S. 04; Limburger Neue Presse, 1963 (genaues Datum unbekannt): Vor 600 Jahren erhielt Niederbrechen im Goldenen Grund Stadtrechte.

;


1369

Ein Heinrich von Selters wird ausdrücklich als Pfarrer von Oberbrechen bezeugt; in der Umschrift seines Siegels ist Selters als Herkunftsort angegeben. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Oberbrechen

;


Niederselters

;


;


Pfarrgemeinde (OB)

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

Heinrich von Selters (OB)

;


Kirche

;


Pfarrer

;


;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

05.1 Kirche - Geistliche und Personal

;

;

Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 136, 150

;


08.12.1440

Landgraf Ludwig I. von Hessen verkündet den - zur Hälfte in seiner Pfandschaft stehenden - Orten Niederbrechen, Oberbrechen, Limburg, Selters u.a., dass er sie zur Hälfte an Frank von Cronberg sowie Bernhard von Solms-Braunfels verpfändet habe und gebietet den Zehntpflichtigen, den neuen (Mit)Pfandherrn zu huldigen. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

;


Oberbrechen

;


Werschau

;


Limburg

;


Niederselters

;


;


Kurfürstentum Trier

;


Landgrafschaft Hessen

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

Ludwig I., Landgraf von Hessen (1413-1458)

;


Frank von Cronberg

;


Bernhard, Graf von Solms-Braunfels

;


Geschichte

;


Pfandobjekt

;


Zehntwesen

;


Grundherren

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.3 ältere Geschichte - 1369-1800 (Kurtrierische Zeit)

;

;

Heimatbuch von Niederbrechen (1925), S. 007; Unser Heimatbuch, Müller (1967), S. 019, 072

;


30.08.1518

Die drei ummauerten und befestigten Flecken ("Schlösser") Brechen, Villmar und Runkel samt Anhängen, erneuern einen alten Bund zum gegenseitigen Schutz auf Anforderung; hierzu zählen Niederbrechen mit Oberbrechen, Werschau und Niederselters, Villmar mit Arfurt und Gladbach sowie Runkel mit Hofen, Steeden und Ennerich. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

;


Villmar

;


Runkel

;


Niederselters

;


Oberbrechen

;


Werschau

;


;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Geschichte

;


Schutzvertrag

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.3 ältere Geschichte - 1369-1800 (Kurtrierische Zeit)

;

;

Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 248; Aus der Geschichte von Werschau, Gensicke (1985), S. 04

;


20.11.1626

Eine Kompanie Fußvolk aus dem Sachen-Lauenburgischen Regiment liegt in Oberbrechen und richtet großen Schaden an der Kirche und den Häusern an; "zu N(ider)Selters, Wirsaw und Holtzhausen hat die reuterey gelegen, so menniglich groser schaden gethan in der früchten, welche sie zu theil außgetröschen und hinweg geführt, zu theil auch den pferden vorgestelt und gestrewet." >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Oberbrechen

;


Niederselters

;


Werschau

;


;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Krieg - 30-jähriger Krieg

;


Einquartierung

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.3 ältere Geschichte - 1369-1800 (Kurtrierische Zeit)

;

30-jähriger Krieg

;

Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 250

;


1738

In Werschau wird ein Wegzug nach Niederselters registriert. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Werschau

;


Niederselters

;


;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Einwohner

;


Bevölkerungswanderung

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

03.5 Gemeinde - Einwohner

;

;

Aus der Geschichte von Werschau, Gensicke (1985), S. 38

;


1747

Das Land im Horschenfeld in Oberbrechen liegt im Selterser Zehnten. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Oberbrechen

;


Niederselters

;


Im Horschenfeld (OB)

;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Besitzverhältnisse

;


Zehntwesen

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.3 ältere Geschichte - 1369-1800 (Kurtrierische Zeit)

;

;

Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 076

;


1764

Das Land im Horschenfeld in Oberbrechen liegt im Selterser Zehnten. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Oberbrechen

;


Niederselters

;


Im Horschenfeld (OB)

;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Besitzverhältnisse

;


Zehntwesen

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.3 ältere Geschichte - 1369-1800 (Kurtrierische Zeit)

;

;

Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 076

;


1786

Dem Herrn von Hohenfeld stehen etwas Geringes am Zehnten in Oberbrechen zu, wahrscheinlich 7/8 zum Zehnten von Niederselters, da Land im Horschenfeld in Oberbrechen im Selterser Zehnten liegt. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Oberbrechen

;


Niederselters

;


Im Horschenfeld (OB)

;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Besitzverhältnisse

;


Zehntwesen

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

01.3 ältere Geschichte - 1369-1800 (Kurtrierische Zeit)

;

;

Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 076

;


1789

In Niederselters wird eine Briefpostexpedition eingerichtet, so dass auch die Nachbarorte die Möglichkeit haben, ihre Postsendungen dort einzuliefern oder abzuholen. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Region

;


Niederselters

;


;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Post- und Fernmeldewesen

;


Postdienste

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

04.4 Infrastruktur - Bahn-, Post-, Kommunikationswesen

;

;

Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 435

;


1848

In den Waldungen der Gemeinden Oberbrechen, Niederselters, Oberselters und Eisenbach gibt es im Revolutionsjahr außerordentlichen Holzdiebstahl. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Oberbrechen

;


Niederselters

;


Eisenbach

;


;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Forstwirtschaft

;


Holzdiebstahl

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

03.4 Gemeinde - Einrichtungen

;

;

Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 259

;


1851

Die Feldschützen der Gemeinden Oberbrechen, Niederselters, Oberselters und Eisenbach werden zur Unterdrückung von Holzdiebstählen auch noch als Hilfsförster eingesetzt und eine Anzahl Bürger zur Unterstützung des verstärkten Forstschutzpersonals bestimmt. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Oberbrechen

;


Niederselters

;


Eisenbach

;


;


Gemeinde Oberbrechen

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Forstwirtschaft

;


Gemeindebedienstete

;


Holzdiebstahl

;


Feldschütz

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

03.4 Gemeinde - Einrichtungen

;

;

Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 259

;


1884

In Niederselters gründet sich eine Freiwillige Feuerwehr, die damit die älteste Feuerwehr im Raum Limburg ist. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederselters

;


;


Freiwillige Feuerwehr Niederselters

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Feuerwehrwesen

;


Brandschutz

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

04.1 Infrastruktur - Feuerwehr- und Rettungswesen (einschl. Verein)

;

;

Vereinsinfo

;


Frühjahr 1903

In Niederselters wird am Waldrand nach Oberbrechen hin ehrenamtlich die Mariengrotte (Lourdes Grotte) gebaut und am 19.07.1903 feierlich eingeweiht; über viele Jahrzehnte wird sie Ziel von Prozessionen und Sternwallfahrten aus der Umgebung sein. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederselters

;


Goldener Grund

;


Mariengrotte (Niederselters)

;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Kirche - Bauwerk/Gebäude

;


Mariengrotte Niederselters

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

11.1 Bauwerke - Kirche

;

;

Inform. Informationsblatt für die Gemeinde Brechen, 11.05.2000, S. 10: Katholische Frauengemeinschaft Oberbrechen - Sternwallfahrt zur Mariengrotte Niederselters.; Geschichte von Niederselters (1994), S. 311

;

> ausführlichere Ereignisbeschreibung

Katholische Frauengemeinschaft Oberbrechen - Sternwallfahrt zur Mariengrotte Niederselters

Seit über 90 Jahren ist die Mariengrotte am Waldrand bei Niederselters Ziel gläubiger Menschen. Der Bau der Mariengrotte zu Beginn dieses Jahrhunderts war Ausdruck der großen Frömmigkeit und des Engagements der katholischen Bevölkerung für ihren Glauben. In der Kirchenchronik heißt es: Im Frühjahr 1903 wurde im Walde nahe dem Orte die Lourdes-Grotte gebaut und am 19. Juli 1903 kirchlich feierlich eingeweiht. Viele Menschen haben sich freiwillig am Bau der Grotte beteiligt und einige sind auch heute noch bemüht, die Grotte mit Kerzen und Blumen zu schmücken und den Platz rund um die Grotte in Ordnung zu halten. Im Laufe der Jahre wurde die Anlage um die Grotte weiter ausgebaut, verschönert, der Platz gepflastert und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Besonders während des Krieges suchten die Menschen Zuflucht bei der Gottesmutter. Eindrucksvoll war die Dankprozession nach Kriegsende, als am Pfingstmontag 1945 sich an die 4000 Menschen an der Grotte einfanden, der Gottesmutter zu danken für die Errettung aus allen Gefahren, aus leiblicher und geistiger Not. Auch heute noch pilgern immer wieder Menschen und Gruppen zur Mariengrotte. Die Sternwallfahrt der Frauen aus dem Goldenen Grund ist schon zu einer festen Einrichtung geworden.

Einige Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft ergriffen 1984 die Initiative, eine gemeinsame Wallfahrt zu organisieren und vorzubereiten. Die Andacht an der Grotte steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema, wobei Maria als Zentralfigur im Mittelpunkt der Betrachtungen, Gebete und Lieder steht. Marienverehrung dürfte in einer Zeit religiöser Gleichgültigkeit wieder stärker im Bewußtsein der Menschen Platz ergreifen. Maria kann uns Vorbild sein, auf unserem Weg durch eine verworrene, gottferne Welt. Möge die Grotte ein Ort eifriger Marienverehrung und eine Zufluchtsstätte für alle bleiben, die von Sorgen bedrückt werden.

(Quelle: Inform. Informationsblatt für die Gemeinde Brechen, 11.05.2000, S. 10)


19.07.1903

In Niederselters wird die im Frühjahr am Waldrand nach Oberbrechen erbaute Mariengrotte (Lourdes Grotte) feierlich eingeweiht; über viele Jahrzehnte wird sie Ziel von Prozessionen und Sternwallfahrten aus der Umgebung sein. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederselters

;


Goldener Grund

;


Mariengrotte (Niederselters)

;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Kirche - Bauwerk/Gebäude

;


Mariengrotte Niederselters

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

11.1 Bauwerke - Kirche

;

;

Inform. Informationsblatt für die Gemeinde Brechen, 11.05.2000, S. 10: Katholische Frauengemeinschaft Oberbrechen - Sternwallfahrt zur Mariengrotte Niederselters.; Geschichte von Niederselters (1994), S. 311

;

> ausführlichere Ereignisbeschreibung

Katholische Frauengemeinschaft Oberbrechen - Sternwallfahrt zur Mariengrotte Niederselters

Seit über 90 Jahren ist die Mariengrotte am Waldrand bei Niederselters Ziel gläubiger Menschen. Der Bau der Mariengrotte zu Beginn dieses Jahrhunderts war Ausdruck der großen Frömmigkeit und des Engagements der katholischen Bevölkerung für ihren Glauben. In der Kirchenchronik heißt es: Im Frühjahr 1903 wurde im Walde nahe dem Orte die Lourdes-Grotte gebaut und am 19. Juli 1903 kirchlich feierlich eingeweiht. Viele Menschen haben sich freiwillig am Bau der Grotte beteiligt und einige sind auch heute noch bemüht, die Grotte mit Kerzen und Blumen zu schmücken und den Platz rund um die Grotte in Ordnung zu halten. Im Laufe der Jahre wurde die Anlage um die Grotte weiter ausgebaut, verschönert, der Platz gepflastert und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Besonders während des Krieges suchten die Menschen Zuflucht bei der Gottesmutter. Eindrucksvoll war die Dankprozession nach Kriegsende, als am Pfingstmontag 1945 sich an die 4000 Menschen an der Grotte einfanden, der Gottesmutter zu danken für die Errettung aus allen Gefahren, aus leiblicher und geistiger Not. Auch heute noch pilgern immer wieder Menschen und Gruppen zur Mariengrotte. Die Sternwallfahrt der Frauen aus dem Goldenen Grund ist schon zu einer festen Einrichtung geworden.

Einige Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft ergriffen 1984 die Initiative, eine gemeinsame Wallfahrt zu organisieren und vorzubereiten. Die Andacht an der Grotte steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema, wobei Maria als Zentralfigur im Mittelpunkt der Betrachtungen, Gebete und Lieder steht. Marienverehrung dürfte in einer Zeit religiöser Gleichgültigkeit wieder stärker im Bewußtsein der Menschen Platz ergreifen. Maria kann uns Vorbild sein, auf unserem Weg durch eine verworrene, gottferne Welt. Möge die Grotte ein Ort eifriger Marienverehrung und eine Zufluchtsstätte für alle bleiben, die von Sorgen bedrückt werden.

(Quelle: Inform. Informationsblatt für die Gemeinde Brechen, 11.05.2000, S. 10)


24.08.1923

Im Zuge der rechtsrheinischen Besetzung durch französische Truppen kommt auch der Goldene Grund in den Besitz der französischen Besatzungstruppen; in Niederbrechen, Oberbrechen, Niederselters und Camberg sind französische Soldaten stationiert. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Goldener Grund

;


Niederbrechen

;


Oberbrechen

;


Niederselters

;


Bad Camberg

;


;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Geschichte

;


Besatzung

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

02.1 neue Geschichte - 1919-1932 (Weimarer Republik)

;

;

Jahrbuch für den Landkreis Limburg-Weilburg 2024 (2023), S. 196: Es geschah vor 100 Jahren. Französische Soldaten besetzen den Goldenen Grund (Norbert Zabel); Geschichte von Oberbrechen, Gensicke/Eichhorn (1975), S. 263; Schulchronik Niederselters, S. 158

;


16.09.1924

Mit Beendigung der rechtsrheinischen Besetzung durch französische Truppen verlassen auch die französischen Besatzungstruppe den Goldenen Grund, wo seit dem 24.08.1923 in Niederbrechen, Oberbrechen, Niederselters und Camberg französische Soldaten stationiert sind. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Goldener Grund

;


Niederbrechen

;


Oberbrechen

;


Niederselters

;


Bad Camberg

;


;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Geschichte

;


Besatzung

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

02.1 neue Geschichte - 1919-1932 (Weimarer Republik)

;

;

Jahrbuch für den Landkreis Limburg-Weilburg 2024 (2023), S. 198: Es geschah vor 100 Jahren. Französische Soldaten besetzen den Goldenen Grund (Norbert Zabel); Schulchronik Niederselters, S. 158

;


21.05.1945

Am Pfingstmontag findet im Goldenen Grund eine Dankprozession zur Mariengrotte nach Niederselters statt, an der sich an die 4.000 Menschen beteiligt haben sollen. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Goldener Grund

;


Niederselters

;


Mariengrotte (Niederselters)

;


;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Kirche

;


Wallfahrt - Mariengrotte Niederselters

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

05.3 Kirche - Veranstaltungen/Kirchliches Leben

;

;

Inform. Informationsblatt für die Gemeinde Brechen, 11.05.2000, S. 10: Katholische Frauengemeinschaft Oberbrechen - Sternwallfahrt zur Mariengrotte Niederselters.

;

> ausführlichere Ereignisbeschreibung

Katholische Frauengemeinschaft Oberbrechen - Sternwallfahrt zur Mariengrotte Niederselters

Seit über 90 Jahren ist die Mariengrotte am Waldrand bei Niederselters Ziel gläubiger Menschen. Der Bau der Mariengrotte zu Beginn dieses Jahrhunderts war Ausdruck der großen Frömmigkeit und des Engagements der katholischen Bevölkerung für ihren Glauben. In der Kirchenchronik heißt es: Im Frühjahr 1903 wurde im Walde nahe dem Orte die Lourdes-Grotte gebaut und am 19. Juli 1903 kirchlich feierlich eingeweiht. Viele Menschen haben sich freiwillig am Bau der Grotte beteiligt und einige sind auch heute noch bemüht, die Grotte mit Kerzen und Blumen zu schmücken und den Platz rund um die Grotte in Ordnung zu halten. Im Laufe der Jahre wurde die Anlage um die Grotte weiter ausgebaut, verschönert, der Platz gepflastert und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Besonders während des Krieges suchten die Menschen Zuflucht bei der Gottesmutter. Eindrucksvoll war die Dankprozession nach Kriegsende, als am Pfingstmontag 1945 sich an die 4000 Menschen an der Grotte einfanden, der Gottesmutter zu danken für die Errettung aus allen Gefahren, aus leiblicher und geistiger Not. Auch heute noch pilgern immer wieder Menschen und Gruppen zur Mariengrotte. Die Sternwallfahrt der Frauen aus dem Goldenen Grund ist schon zu einer festen Einrichtung geworden.

Einige Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft ergriffen 1984 die Initiative, eine gemeinsame Wallfahrt zu organisieren und vorzubereiten. Die Andacht an der Grotte steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema, wobei Maria als Zentralfigur im Mittelpunkt der Betrachtungen, Gebete und Lieder steht. Marienverehrung dürfte in einer Zeit religiöser Gleichgültigkeit wieder stärker im Bewußtsein der Menschen Platz ergreifen. Maria kann uns Vorbild sein, auf unserem Weg durch eine verworrene, gottferne Welt. Möge die Grotte ein Ort eifriger Marienverehrung und eine Zufluchtsstätte für alle bleiben, die von Sorgen bedrückt werden.

(Quelle: Inform. Informationsblatt für die Gemeinde Brechen, 11.05.2000, S. 10)


1953

Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen: Einsatz - Waldbrand in Niederselters. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

;


Niederselters

;


;


Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Feuerwehrwesen

;


Einsatz - Brandeinsatz

;


Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

04.1 Infrastruktur - Feuerwehr- und Rettungswesen (einschl. Verein)

;

;

Jubiläumsschrift und Festprogrammm 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen 1897-1997 (1997)

;


1954

Freiwillige Feuerwehr Oberbrechen: Löschhilfe bei dem Werkstattbrand der Schreinerei Kilb, Niederselters. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Oberbrechen

;


Niederselters

;


;


Freiwillige Feuerwehr Oberbrechen

;


Person

Deskriptor

Schlagwörter

;


Feuerwehrwesen

;


Einsatz - Brandeinsatz

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Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

04.1 Infrastruktur - Feuerwehr- und Rettungswesen (einschl. Verein)

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Festbuch 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Oberbrechen 1895-1995 (1995)

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1959

Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen: Einsatz - Löschhilfe bei einem Flächenbrand an der Autobahn in der Gemarkung Niederselters. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

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Niederselters

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Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen

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Person

Deskriptor

Schlagwörter

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Feuerwehrwesen

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Einsatz - Brandeinsatz

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Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

04.1 Infrastruktur - Feuerwehr- und Rettungswesen (einschl. Verein)

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Jubiläumsschrift und Festprogrammm 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen 1897-1997 (1997)

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01.02.1963

Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen: Nachbarschaftlichen Löschhilfe beim Brand der Holzwarenfabrik Döllfelder in Niederselters. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

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Niederselters

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Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen

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Person

Deskriptor

Schlagwörter

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Feuerwehrwesen

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Einsatz - Brandeinsatz

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Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

04.1 Infrastruktur - Feuerwehr- und Rettungswesen (einschl. Verein)

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Jubiläumsschrift und Festprogrammm 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen 1897-1997 (1997)

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Anfang Jan. 1980

Die Entscheidung der Bundesbahndirektion Frankfurt, mit dem nächsten Fahrplanwechsel einen weiteren Eilzug in Niederselters halten zu lassen, wird vom Gemeindevorstand von Brechen "mit Erstaunen und Befremden" zur Kenntnis genommen, da sich die Gemeinde Brechen seit vielen Jahre um zusätzliche Eilzug-Halte am Bahnhof Niederbrechen bemühte und dies stets abgelehnt wird. Der Gemeindevorstand fordert erneut einen generellen Eilzughalt am Bahnhof Niederbrechen und verweist auf die hohe Zahl der Reisenden ab Bahnhof Niederbrechen. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Brechen

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Niederbrechen

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Niederselters

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Main-Lahn-Bahn

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Gemeinde Brechen - Gemeindevertretung

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Deutsche Bahn

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Person

Deskriptor

Schlagwörter

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Verkehrswesen

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Bahn

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Eilzugstation

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Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

04.4 Infrastruktur - Bahn-, Post-, Kommunikationswesen

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Zur Geschichte der Bahnhöfe Niederbrechen und Oberbrechen

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Inform. Informationsblatt für die Gemeinde Brechen, 17.01.1980, S. 03: Eilzug E 3390 Wiesbaden - Camberg - Limburg - Altenkirchen.; NLZ, 14.01.1980: Mehr Eilzüge sollen künftig am Bahnhof Niederbrechen halten. Gemeinde über Entscheidung der Bundesbahn befremdet - Gespräch gefordert.

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> ausführlichere Ereignisbeschreibung

Eilzug E 3390 Wiesbaden - Camberg - Limburg - Altenkirchen

Mit Erstaunen und Befremden hat der Gemeindevorstand der Gemeinde Brechen die Presseinformation in der Nassauischen Landeszeitung vom 7. Januar 1980 zur Kenntnis genommen. In ihr heißt es, daß der Eilzug E 3390 Wiesbaden - Camberg Limburg - Altenkirchen ab dem nächsten Fahrplanwechsel auch in Niederselters versuchsweise halten soll.

Dies gab der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Schmidt nach Rücksprache mit der Bundesbahndirektion Frankfurt bekannt.

Seit vielen Jahren bemüht sich die Gemeinde Brechen darum, daß auch Eilzüge am Bahnhof Niederbrechen halten. Sie ist der Auffassung, daß dies nicht nur für die Gemeinde, sondern auch das weite Umland mehr als berechtigt sei. Die vielen Pendler, die vom Bahnhof Niederbrechen in Richtung Frankfurt - Wiesbaden - Limburg täglich einsteigen, stellen einen nicht zu unterschätzenden Faktor und somit die Grundlage zum Halten von Eilzügen dar.

Auf der einen Seite strebt man Strukturverbesserung (Elektrifizierung) an, auf der anderen Seite läßt man gerade auf der Strecke Frankfurt - Limburg wichtige Bahnstationen "verhungern".

Nach wie vor muß Niederbrechen doch als Mittelpunkt zwischen Camberg und Limburg im Südkreis angesehen werden. Es ist daher unverständlich, daß in der Nachbargemeinde Selters, eine Station vor Camberg, fünf bzw. nach dem nächsten Fahrplanwechsel sechs Eilzüge, in der Gemeinde Brechen jedoch nur je ein Zug aus Richtung Limburg und Frankfurt anhält.

E 3397 Limburg - Niederselters - 8.51 Uhr - Camberg

E 3316 Wiesbaden - Camberg - Niederselters - 15.15. Uhr Limburg

E 3383 Limburg - Niederselters – 10.00 Uhr - Camberg

E 3740 Frankfurt - Camberg - Niederselters - 18.05 Uhr Niederbrechen - Limburg.

E 3747 Limburg - Niederbrechen - 15.48 Uhr - Niederselters neu = E 3390 Wiesbaden - Camberg - Limburg - Altenkirchen.

Gerade diese Kurzstrecke Camberg - Niederselters ist etwas, das den Gemeindevorstand sehr befremdet.

Auf einem Fahrplanwunsch der Gemeinde Brechen vom 20. Dezember 1976 hat die Bundesbahndirektion Frankfurt wie folgt geantwortet:

"Dem erneuten Antrag der Gemeinde Brechen, weitere Eilzughalte in Niederbrechen einzurichten, können wir leider nicht stattgeben. Mit dem Wort Eilzug verbindet die Deutsche Bundesbahn einen Qualitätsbegriff, der möglichst wenige Unterwegshalte und kurze Reisezeiten beinhaltet. Nur die Beachtung dieses Grundsatzes ermöglicht die Attraktivität unserer Eilzüge.

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, daß in Niederbrechen ab Jahresfahrplan 1977/78 alle Nahverkehrs-züge und ein Eilzug halten. Damit ist nach unserer Meinung die Bedeutung der Gemeinde Brechen fahrplanmäßig ausreichend berücksichtigt."

Auf einen weiteren Antrag zum Halten eines Eilzuges und der Bitte um einen Gesprächstermin wurde der Gemeinde geantwortet:

"Seit Jahren erhalten wir von Ihnen Anträge zur Einrichtung zusätzlicher Zughalte in Ihrem Gemeindebereich. Unsere ablehnende Haltung zu den Anträgen begründeten wir Ihnen jedesmal eingehend. Da inzwischen keine grundlegende Situationsänderung eingetreten ist, müssen wir an unseren Entscheidungen der vergangenen Jahre weiterhin festhalten.

Um auch weiterhin schnelle Verbindungen auf der Strecke Frankfurt/Main - Limburg/Lahn anbieten zu können, bleibt es unumgänglich notwendig, bei einigen Zügen Zughalte auszulassen.

Ein Vergleich der Haltepunkte in Ihrem Gemeindebereich mit den S-Bahnbedienten Orten ist wegen der unterschiedlichen Aufgaben der Bedienungssysteme nicht möglich.

Da wir unsere Haltung nicht ändern können, möchten wir von einem Gespräch absehen."

Das Verhalten der Bundesbahn, Gespräche ganz einfach abzulehnen, weil sie sich von ihrem Standpunkt nicht abbringen läßt, hat sie auch schon anderweitig an den Tag gelegt (Gespräch vom 9.2.1979 im Rathaus Idstein, wobei es um die Elektrifizierung der Strecke Niederhausen - Limburg ging). Die berechtigte Forderung, die die Gemeinde Brechen schon viele Jahre stellt, mehrere Eilzüge in Niederbrechen halten zu lassen, basiert nicht zuletzt auf der großen Anzahl von Pendlern, die täglich von der Haltestelle Niederbrechen aus die Züge benutzen. Dadurch, daß die Eilzüge hier nicht halten, muß manch einer noch mehr Zeit aufbringen als so schon benötigt, um seinen Arbeitsplatz Frankfurt oder Wiesbaden zu erreichen.

 

In Niederbrechen werden monatlich durchschnittlich

1. in Richtung Frankfurt:

410 Monatskarten

335 Einzelfahrkarten

197 Rückfahrkarten

90 unentgeltliche Karten für Eisenbahnbedienstete ausgegeben.

Davon Pendler, die täglich mit dem Auto bis Niederbrechen kommen:

120 nummerierte Abstellplätze am Bahnhof

63 nummerierte Abstellplätze für Eisenbahnbedienstete

18 Fahrzeuge in der Bahnhofstraße

24 auf dem Festplatz.

Seit Oktober benutzten 15 - 20 Schwerbeschädigte monatlich die Züge in beiden Richtungen.

2 in Richtung Limburg durchschnittlich:

60 Monatskarten und Schülermonatskarten

580 Einzel- und Rückfahrkarten nach Limburg

500 Fahrkarten zum halben Preis

700 Rückfahrkarten monatlich

170 halber Preis bei Rückfahrkarten.

Der Bahnhof in Niederbrechen hat im Laufe eines Jahres ca. 900.000 DM an Einnahmen zu verzeichnen.

Dies dürfte doch eine deutliche Sprache dafür sein, daß die Forderung der Gemeinde zu Recht besteht.

Die Bundesbahndirektion Frankfurt wird aufgefordert, eine erneute Überprüfung des Fahrplanes für den Südkreis und insbesondere hier für Niederbrechen vorzunehmen und sich mit der Gemeinde Brechen an einen Tisch zu setzen, um ein entsprechendes Gespräch zu führen.

Bei ihren Bemühungen sollte die Gemeinde allerdings auch nicht alleine gelassen werden. Zuständige Stellen wie z.B. der Kreis Limburg-Weilburg, die Industrie- und Handelskammer mm sollten diese Verhandlungen unterstützen.

Letztlich geht es doch darum, für den gesamten Kreis Verbesserungen auf diesem Gebiete zu erzielen.

(Quelle: Inform. Informationsblatt für die Gemeinde Brechen, 17.01.1980, S. 03)


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