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Datum Ereignis Eintrag

07.06.2013

Archivkreis Brechen: "Stadtrechteverleihungen im Mittelalter" Vortrag von Dr. Waldecker anlässlich 650 Jahre Stadtrechteverleihung Niederbrechen in der Kulturhalle. >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Niederbrechen

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Sport- und Kulturzentrum

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Archivkreis Brechen

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Person

Deskriptor

Schlagwörter

Waldecker, Christoph

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Geschichts- und Heimatforschung

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650 Jahre Stadtrechteverleihung Niederbrechen

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Vortrag

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Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

03.4 Gemeinde - Einrichtungen

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Archivkreis Brechen - Jahresbericht 2013 (2014)

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> ausführlichere Ereignisbeschreibung

Vor 650 Jahren: Verleihung der Stadtrechte an Niederbrechen. - "Stadtrechteverleihungen im Mittelalter". Vortrag von Dr. Waldecker in der Kulturhalle Niederbrechen

Mit mehreren Veranstaltungen erinnert das Gemeindearchiv Brechen in diesem Jahr an die Verleihung von Stadtrechten an Niederbrechen im Jahre 1363. Noch heute erinnern der Gefangenenturm und Reste der alten Ringmauern an die mittelalterliche Zeit als Niederbrechen "Stadt Brechen" war.

Das Gemeindearchiv Brechen lädt für kommenden Freitag, 7. Juni 2013 um 20:00 Uhr zu einem Vortrag in die Kulturhalle Niederbrechen (Runkeler Str.) ein. Dr. Christoph Waldecker M.A., Stadtarchivar von Limburg, wird über Stadtrechtsverleihungen im Mittelalter berichten und dabei

grundsätzliche Erläuterungen zum Städtewesen geben, auf die Städtepolitik der Trierer Erzbischöfe eingehen, die Situation der Region im 14. Jahrhundert darstellen und das Alltagsleben einer spätmittelalterlichen Stadt darlegen.

Alle an Geschichte Interessierte sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei.

 

Brechen wird Stadt

"Brachina" wurde 772 in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt: Die Edle Rachild aus dem fränkischen Adelsgeschlecht der Rupertiner schenkte dem Kloster Lorsch Güter in Brachina und anderen Orten des Lahngaus. In der Folgezeit ging der Ort in das Eigentum der Abtei St. Maximin in Trier über, das in späteren Jahren den "Hof Prichena" bzw. "Prichina" (Niederbrechen) an die Grafen von Molsberg zum Lehen gab.

Während die Erzbischöfe von Trier bereits im 9. Jahrhundert im Archidiakonat Dietkirchen die geistliche Macht über den Limburger Raum ausübten, versuchten sie in den nachfolgenden Jahrhunderten als Kurfürsten die weltliche Macht in der Region zu erringen. Im Rahmen der Ausdehnung des Kurfürstentums Trier kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Molsbergern, in deren Verlauf 1320 die Burg in Niederbrechen von Balduin, Kurfürst und Erzbischof zu Trier, zerstört wurde.

1353 verpfändeten die Molsberger Teile von Niederbrechen an Kurtrier, 1366 ging die Herrschaft Molsberg mit Niederbrechen an das Kurfürstentum Trier über; 1369 erwarb Kurtrier die letzten Rechte an Niederbrechen. Um seinen neuen Besitz zu schützen, erwarb Kurfürst Cuno von Falkenstein 1363 von Kaiser Karl IV die Stadtrechte für "Brechen bei Vilmar" (Niederbrechen). 1376 werden diese Stadtrechte nochmals bestätigt.

 

Stadt Brechen mit Ringmauer, Türme, Toren, Wall und Graben

In den Jahren 1367 bis 1379 wird die Stadt mit einer Ringmauer, sieben Türmen, drei Toren, Wall und Gräben umgeben.

Die Entfernung von Mauer zu Mauer in der Nord-Südachse betrug ca. 350 m und in der Ost-Westachse ca. 300 m. Sechs Schmale Gassen verbanden Nord- und Süd, Ost- und Westteil, andere Gassen liefen entlang der Mauer.

Die Ringmauern hatten Rundbogenblenden und Wehrgänge, die an den übrig gebliebenen Stadtmauern am Gefangenenturm und in der Sackgasse teilweise noch zu erkennen sind.

Das Ober- und das Untertor waren mit Pförtnern besetzt; die Pfortenhäuser lehnten sich an die Stadtmauer neben den Toren an. Das untere Pfortenhaus an der Ecke Sackgasse / Rathausstraße ist bis heute erhalten. Das Langhecker Tor befand sich neben dem bis heute erhaltenen Gefangenenturm und wurde erst 1852 nach einem Wolkenbruch abgerissen.

Von den sieben Türmen ist nur noch der Gefangenenturm erhalten. Neben ihm und den Tortürmen gab es noch den Pfeifenturm. Dieser stand zwischen dem alten, längst abgerissenen Burghaus (Areal des heutigen Parkplatzes in der Turmstraße) und der Kirche und diente zuletzt als Beinhaus, bevor er 1844 abgebrochen wurde. Zwei weitere Türme standen zwischen der Kirche und dem Untertor.

In einer Illustration aus dem Jahre 1709 ist der siebte Turm zwar nicht eingezeichnet, aber in einer Aufstellung über das Gemeindeeigentum aus dem Jahr 1818 sind 7 Türme angegeben. Wahrscheinlich stand er zwischen dem Langhecker Tor und dem Pfeifenturm.

Als Schutz gegen unvermutete Überfälle stand ein weiterer Turm im Feld; 1675 soll dieser noch gestanden haben.

Ein Wallgraben umzog das Städtchen im Westen, Norden und Osten, während an der Südseite kein Graben notwendig war, da das stark abfallende Gelände und die dort fast 10 m hohe Mauer genügend Schutz bot.

Um 1800 waren Mauer und Stadttore noch erhalten, wenn auch an manchen Stellen stark beschädigt. Aber bereits kurz danach wurden größere Mauerteile abgetragen und die Steine zum Hausbau verwendet. Die ersten Häuser, die vor der Stadtmauer errichtet wurden, waren Wirtshäuser: 1826 das Wirtshaus "Zum goldenen Stern" vor dem Untertor, 1827 das Gasthaus "Zum weißen Roß".

(Quelle: Archivkreis Brechen - Pressemitteilung, 03.06.2013)


Okt. 2014

Archivkreis Brechen: Herausgabe und Präsentation von Heft 11 der Schriftenreihe Gemeindearchiv Brechen "Verleihung der Stadtrechte an Niederbrechen". >Details

Ort

Örtlichkeit

Institution

Brechen

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Archivkreis Brechen

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Person

Deskriptor

Schlagwörter

Waldecker, Christoph

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Geschichts- und Heimatforschung

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Publikation

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Schriftenreihe Gemeindearchiv Brechen

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Themenfelder

weiterführende Links

Quelle

13.1 Publikationen zu Brechen - Schriftenreihe "Gemeindearchiv Brechen";03.4 Gemeinde - Einrichtungen

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Schriftenreihe Gemeindearchiv Heft 11

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Archivkreis Brechen - Jahresbericht 2014 (2015)

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> ausführlichere Ereignisbeschreibung

Neues Heft der Schriftenreihe Gemeindearchiv Brechen - "1363: Verleihung der Stadtrechte an Nieder-brechen"

2013 war es 650 Jahre her, dass Niederbrechen vom damaligen Kaiser Karl IV am 15. Januar 1363 die Stadtrechte erhielt. Auch wenn es diese Stadtrechte heute nicht mehr gibt, so weisen der Gefangenenturm, die Reste der alten Ringmauern und die Straßenzüge des Dorfkerns in die mittelalterliche Zeit als Niederbrechen "Stadt Brechen" war. Mit mehreren Veranstaltungen erinnerte das Gemeindearchiv Brechen 2013 an das 650-jährige Jubiläum, u.a. mit einem Vortrag von Dr. Christoph Waldecker M.A., Stadtarchivar von Limburg.

Sein damaliger Vortrag liegt nunmehr in einer erweiterten Fassung als Heft der Schriftenreihe Gemeindearchiv Brechen vor, das den Titel trägt "1363: Verleihung der Stadtrechte an Niederbrechen. Niederbrechen, die Region und das städtische Leben im Spätmittelalter. Mit Überlegungen zu Niederbrechens Verlust der Stadtrechte." Aus-führlich wird darin die Situation und die Besitz- und Herrschaftsverhältnisse Niederbrechens und der Umgebung am Ausgang des Mittelalters geschildert. In weiteren Kapiteln geht Dr. Waldecker der Frage nach, was überhaupt eine Stadt ist, welche Gründe für eine Stadtrechtverleihung ausschlaggebend waren und wie sich die Stadtrechtspolitik der Trier Erzbischöfe gestaltete. Das Leben in einer Stadt und die sozialen Differenzierungen sind weitere Ab-schnitte gewidmet. Sehr interessant und aufschlussreich sind die abschließenden Überlegungen zu Niederbre-chens Verlust der Stadtrechte in der Mitte des 16. Jahrhunderts.

Das informative, 52-seitige Heft kann im Rathaus, im Heimatmuseum in Oberbrechen oder in den Katholischen öffentlichen Büchereien in Werschau und Niederbrechen zum Preis von 3,00 Euro erworben werden.

(Quelle: Archivkreis Brechen - Pressemitteilung, 28.09.2014)


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